Die Alexander Bürkle Azubi Company

Bei Alexander Bürkle lernen junge Menschen, früh eigene Verantwortung zu übernehmen

"Fehler machen ausdrücklich erwünscht!" Bei Alexander Bürkle haben die Azubis eine eigene Firma. Die ABAC organisiert, verkauft und liefert Büromaterial für das ganze Unternehmen – und für Kunden.

"Fehler machen ausdrücklich erwünscht!"

„Wirf niemals ein Etikett weg!“ Das war die erste Regel, die David Bello Russo in der Azubifirma ABAC gelernt hat. Er ist Auszubildender zum Groß- und Außenhandelskaufmann im ersten Lehrjahr. Und einmal wäre es ihm fast passiert: David war drauf und dran, ein Etikett, das von der neu eingetroffenen Ware entfernt worden war, beiläufig in den Papierkorb zu werfen.

Die Folge: „Es wäre im System nicht mehr nachvollziehbar gewesen, wo sich die Ware befindet, ob sie überhaupt eingetroffen ist.“ Vielleicht wäre die Unregelmäßigkeit erst bei der Inventur aufgefallen. Doch ein anderer Azubi hat ihn rechtzeitig drauf aufmerksam gemacht. Und solche Dinge sind hier auch gar nicht schlimm, denn in der Azubifirma geht es genau darum: Aus Anfängerfehlern lernen – und später im Beruf genau wissen, worauf es ankommt.

Azubis tauschen Erfahrungen aus – und wachsen zusammen, über die Lehrjahre hinweg

Zusammen mit Anna Steinhart und Samantha Vitt hat David heute ABAC-Dienst. Die beiden sind Azubis für E-Commerce. Anna ist schon im zweiten Lehrjahr – und eine große Stütze für die jüngeren Azubis. Sie war diejenige, die David erklärte: „Ein Etikett ist nicht einfach nur ein Aufkleber, sondern enthält wesentliche Informationen über die ganze Lieferkette.“ Gemeinsam haben sie die Ware ins System eingebucht – also ein virtuelles Abbild aller Informationen erzeugt – und dann eingelagert.

"Fehler machen ausdrücklich erwünscht!"
"Fehler machen ausdrücklich erwünscht!"

Die wollen, dass wir gut sind

Insgesamt 15 Azubis arbeiten bei der ABAC mit, über die Lehrjahre hinweg. Die älteren beantworten Fragen der Neuen und achten darauf, dass die Prozesse stimmen. „Durch die Verantwortung in der ABAC fühlt man sich gleich zugehörig“, sagt Samantha, die wie David noch neu im Unternehmen ist. „Und es hilft auch direkt im Arbeitsalltag weiter, denn wir lernen hier alle Prozesse kennen, die für den Großhandel und für den E-Commerce relevant sind.“ Das Gute daran: Das Wissen ist greifbar, nicht abstrakt wie in der Berufsschule.

Die Kunden freuen sich: „Es ist einfach praktisch“

Zu Beginn jeder ABAC-Schicht wird erst die neue Ware am Wareneingang abgeholt, dann die Lieferscheine geprüft, Ware eingebucht und entweder als Bestand „eingelagert“ oder gleich wieder zum Versand für die Kunden fertig gemacht. Rund eine Palette Kopierpapier verkauft die ABAC jeden Monat, auch Collegeblöcke sind ein gefragtes Produkt. Ansonsten gibt es Kulis, Ordner, Klebestifte – Büromaterial, eben. Die Kunden freuen sich, dass sie all dies mit ihrer Bestellung bei Alexander Bürkle gleich mit ordern können. Und auch die Mitarbeitenden von Alexander Bürkle bestellen in der ABAC, was sie im Büroalltag brauchen. Dass alles rechtzeitig auf Lager ist, organisieren die Azubis allein.

Die wollen, dass wir gut sind
Die wollen, dass wir gut sind

Besonderheiten der Ausbildung bei Alexander Bürkle

Anna sagt: „Du spürst hier von Anfang an, dass du etwas Nützliches tust. Und man darf von Anfang an eigenverantwortlich arbeiten. Das macht Spaß, und es bringt uns wirklich weiter.“ David spürt einen Unterschied zu den Berufsschülern, deren Ausbildungsbetriebe keine Azubi-Firma haben: „Für sie ist es schwieriger, die Dinge in den Alltag zu übertragen – das habe ich bei den Projektpräsentationen in der Berufsschule gemerkt.“

Samantha erzählt, dass sie von langjährigen Mitarbeitern hin und wieder gefragt werde, wie es denn in der ABAC laufe. Manche von ihnen haben als Azubis selbst hier gearbeitet. Oder sie fragen, wann die nächste Mitarbeiterzeitschrift erscheine – denn die wird bei Alexander Bürkle auch von Azubis gemacht. Das verbindet.  

„Die wollen, dass wir gut sind!“

Zu den Besonderheiten der Ausbildung hier zählt auch „innerbetrieblicher Unterricht“: Ein Lehrer gibt den Azubis einmal pro Woche vertiefenden Unterricht, über die Berufsschule hinaus. Und wenn einer eine schlechtere Note als eine Drei hat, wird das gemeinsam mit den Ausbildern reflektiert. Die drei Azubis aus der ABAC finden das so richtig: „Die wollen, dass wir gut sind!“

Besonderheiten der Ausbildung bei Alexander Bürkle
Besonderheiten der Ausbildung bei Alexander Bürkle

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