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Auf dem Weg Richtung Nachhaltigkeit

"Viele kleine Schritte führen auch in die richtige Richtung"

Alexander Bürkle CO2-neutral gestalten: Das ist seit längerer Zeit eine Vision der Geschäftsführung. Und wer Visionen hat, soll bekanntlich – nein, nicht zum Arzt gehen – sondern: loslaufen. Und sei es in kleinen Schritten. So sieht es auch Saskia Glink. Die 24-Jährige ist seit Februar 2021 Umweltmanagerin bei Alexander Bürkle.

Frau Glink, wie sind Sie zu Alexander Bürkle gekommen?

Saskia Glink: Ich habe im Bachelor Energiewirtschaft studiert und im Master in Groningen noch eine Vertiefung in Sustainable Energy System Management gemacht. Das Studium fokussierte stark auf nachhaltige Energiesysteme: Wie kann man Prozesse optimieren und nachhaltiger gestalten? Für meine Masterarbeit habe ich Dekarbonisierungsprojekte analysiert. Also wie es Industrieunternehmen gelingt, ihre Prozesse CO2-neutral zu gestalten. Über private Kontakte habe ich mich darüber immer wieder mit dem Geschäftsführer Andreas Ege ausgetauscht und überlegt, wie eine Zusammenarbeit mit Alexander Bürkle aussehen könnte. Jetzt – nach meinem Masterstudium – ist der richtige Zeitpunkt, in die Praxis einzusteigen.
Frau Glink, wie sind Sie zu Alexander Bürkle gekommen?
Frau Glink, wie sind Sie zu Alexander Bürkle gekommen?

Wie geht es los?

Wenig überraschend: Zu Beginn möchte ich eine Analyse durchführen und mir über die einzelnen Standorte des Unternehmens hinweg ganz offen anschauen, wo Potenzial zur Nachhaltigkeit ist.
Was passiert in der Logistik? Wie ist die Fahrzeugflotte aufgestellt? Wie kann man die Verpackung optimieren? Es ist mir wichtig, mit den Mitarbeiter*innen zu sprechen: Welche Ideen haben sie, um ihren Arbeitsalltag nachhaltig zu gestalten? Ich weiß, es gibt bei Alexander Bürkle jetzt schon viel Engagement und verschiedene Projekte, die das Ziel Nachhaltigkeit verfolgen. Es finden Energieaudits statt, eine Datenlage ist vorhanden. All das wollen wir bündeln, in ein Gesamtkonzept bringen und einen konkreten Maßnahmenplan aufstellen.

In der Logistik ist die Verpackung eine Herausforderung: Kunden wünschen sich weniger Plastik, gleichzeitig muss die Ware stabil und sicher transportiert werden. Dabei ist die Verpackung nur einer von vielen Faktoren, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Wieso wird ausgerechnet darüber so viel diskutiert?

Weil die Verpackung das ist, was die Kunden tatsächlich vor Augen haben. Wer sein Produkt auspackt, sieht ja nicht, wie viel Energie schon hineingeflossen ist. Aber das Plastik oder das Papier drumherum ist konkret greifbar. Es ist hier schwer, auf einen Nenner zu kommen: Ein Kunde hat seine Ware gern einzeln verpackt, ein anderer hat kein Problem mit einer Gesamtverpackung. Dahinter stehen Prozesse im Unternehmen, die sich nicht mit einem Fingerschnippen umstrukturieren lassen. Aber es gilt, hier einen Weg zu finden. Die Verpackung ist ein wesentlicher Punkt, den ich angehen möchte.




Geht es bei Nachhaltigkeit immer um Ökologie – oder ist auch Beständigkeit im wirtschaftlichen Sinne gemeint?

Es gibt verschiedene Definitionen. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ kommt aus dem Forst und bedeutet zunächst, immer nur so viel zu ernten, wie nachwachsen kann. Das lässt sich in Unternehmen sinngemäß auf viele Bereiche übertragen – zum Beispiel, dass ich meine Mitarbeiter achtsam behandle und Ressourcen so einsetze, dass ich über längeren Zeitraum wirtschaftlich bin.

Jetzt kommt der Aspekt der „grünen Energie“ dazu, also die Überproduktion und den Konsum von konventionellen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas, Kohle zu vermeiden und stattdessen auf Photovoltaik, Wind- oder Wasserkraft zu setzen. Wenn wir von „nachhaltigen Prozessen“ sprechen, ist meistens eine Kombination gemeint: zum einen Energie und Ressourcen sparen, zum anderen erneuerbare Energien vorantreiben, beziehungsweise die Umwelt schonen.

Geht es bei Nachhaltigkeit immer um Ökologie – oder ist auch Beständigkeit im wirtschaftlichen Sinne gemeint?
Geht es bei Nachhaltigkeit immer um Ökologie – oder ist auch Beständigkeit im wirtschaftlichen Sinne gemeint?

Wird es in Ihrer Analyse rein um die Industrieprozesse gehen? Oder könnten auch Dinge einfließen wie eine plastikfreie Cafeteria, Firmenfeiern als „Green Events“ mit möglichst wenig CO2-Verbrauch oder der Verzicht auf Dienstreisen und stattdessen mehr Onlinekonferenzen?

Am Anfang ist für mich wirklich alles offen. Ich will jedes Thema ernst nehmen, das die Mitarbeiter*innen nennen, denn sie wissen ja am besten über ihren Arbeitsalltag Bescheid. Nach der Analysephase muss aber eine Rechnung folgen: Was kostet das? Was ist der Benefit? Oft wird Nachhaltigkeit nur mit Kosten verbunden. Das ist aber nicht nur der Fall. Es gibt auch Maßnahmen, die sich auf lange Sicht rechnen – und sei es „nur“, weil sich die
Mitarbeiter einfach wohler fühlen. Das sind Aspekte, die man nicht wirklich
monetär benennen kann, die aber wichtig sind.

Konkret: Ja, es geht mir um einen ganzheitlichen Blick auf Nachhaltigkeit. Dazu gehören Firmenevents oder die Cafeteria genauso wie die Verpackung in der Logistik.










Was heißt Nachhaltigkeit für Sie persönlich?


Ich habe schon in meinem Studium entschieden, dass ich meinen Beitrag zur Energiewende leisten möchte. Privat versuche ich, mich vegan zu ernähren – was mir nicht immer leichtfällt – und Lebensmittel mit wenig oder ohne Verpackung zu kaufen.

Auch wenn ich mich selbst sehr viel mit Nachhaltigkeit beschäftigte, weiß ich, wie schwer es ist, seine Gewohnheiten zu verändern. Ich reise zum Beispiel sehr gerne, versuche aber, Flüge zu vermeiden – oder CO2 auszugleichen durch Spenden an Projekte zugunsten erneuerbarer Energien.







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Nachhaltig wirtschaften

Nicolas Otto

Kundenmanager
+49 761 5106-242

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